PERSONALMANGEL IM SÜDWESTEN KOSTET MENSCHENLEBEN. BOCHUMERBUND FORDERT GRENZBONI

Bochum, den 27.01.2026

Eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim und des ifo-Instituts München zeigt, dass die Abwanderung von Pflegekräften in die Schweiz die Patientensicherheit in deutschen GGrenzregionen massiv beeinträchtigt.

In den untersuchten Landkreisen Waldshut, Lörrach, Breisgau-Hochschwarzwald und Freiburg sank die Pflegeintensität pro Patient:in deutlich. Gleichzeitig stieg die Wahrscheinlichkeit, im Krankenhaus zu versterben, um fast 5 Prozent. Insbesondere ältere und Notfallpatienten waren betroffen. Bei Herzinfarkten erhöhte sich das Sterberisiko um 18 Prozent, bei Sepsis um 12 Prozent. Die Studie belegt eindeutig: Wo Pflegekräfte fehlen, sterben Patient:innen.

Der Bochumer Bund begrüßt, dass Klinikleitungen inzwischen die Notwendigkeit von Grenzboni anerkennen. Nun muss dieser Schritt auch umgesetzt werden. Der Bochumer Bund fordert daher:

Einführung von Grenzboni für Pflegekräfte in besonders betroffenen Regionen.

Nachhaltige Personaloffensiven mit besseren Arbeitsbedingungen, ausreichender Personalbemessung und Entlastung der Beschäftigten. Attraktive Gehälter, um Abwanderung dauerhaft zu verhindern.

Der Bochumer Bund macht deutlich: Ein Gesundheitssystem, das den Pflegenotstand hinnimmt, gefährdet Menschenleben. Es ist Zeit, konsequent gegenzusteuern.

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