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19.06.2020

Pflegegewerkschaft BochumerBund lehnt geplante “Pflegeassistenzausbildung” im Saarland ab

BOCHUM/SAARBRÜCKEN. Die Pflegegewerkschaft BochumerBund lehnt die von der saarländischen Landesregierung geplante “Pflegeassistenzausbildung” ab. Der BochumerBund sieht darin eine Mogelpackung.
Die Landesregierung will die bisherige einjährige Ausbildung ersetzen durch eine lediglich 23 Monate dauernde "Pflegeassistenzausbildung”. Damit handelt es sich nach Angaben der Pflegegewerkschaft um keine Ausbildung im Sinne des Berufsbildungsgesetzes (BBiG). Der BochumerBund fordert aus diesem Grund die Landtagsabgeordneten auf, auf ihrer Plenarsitzung am 24. Juni 2020 eine Assistenzausbildung zu beschließen, die ihren Namen auch verdient.
Eine Verabschiedung des Gesetzes in der vorliegenden Fassung hätte nach Überzeugung der Pflegegewerkschaft BochumerBund gravierende Folgen. Denn Hauptschülerinnen und Hauptschüler, die für den Beruf geworben werden sollen, würden am Ende eine „Ausbildung“ absolviert haben, die ausschließlich im Saarland anerkannt wird. Die jungen Menschen werden somit ans Saarland gebunden sein. Wenn sie in anderen Bundesländern oder gar im benachbarten Ausland tätig sein möchten, werden sie als Hilfskräfte beschäftigt und bezahlt. Sie arbeiten dann mit einjährig Ausgebildeten zusammen, dürfen ihre erworbene Expertise aber nicht anwenden und werden sich sicherlich fragen, warum sie für das gleiche Geld mehr als doppelt so lange gelernt haben.
“Auch dieses Gesetz wird nicht dazu beitragen, dass der Pflegeberuf attraktiver wird”, so Heide Schneider, Vorstandsmitglied beim BochumerBund.



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